Altersbedingtes Aufmerksamkeitsdefizit

Vor Kurzem wurde bei mir A.A.A.D.D. diagnostiziert – Age Activated Attention Deficit Disorder, auf Deutsch: Altersbedingtes Aufmerksamkeitsdefizit.🤔
Und so zeigt es sich:
Ich beschließe, meinen Rasen zu sprengen. Während ich den Gartenschlauch in der Einfahrt aufdrehe, schaue ich zu meinem Auto hinüber und stelle fest, dass es mal gewaschen werden sollte.
Als ich zur Garage laufe, bemerke ich, dass Post auf dem Terrassentisch liegt, die ich zuvor aus dem Postkasten geholt hatte.
Ich beschließe also, zuerst die Post durchzusehen, bevor ich das Auto wasche.
Ich lege die Autoschlüssel auf den Tisch, schmeiße die Reklame in den Mülleimer unter dem Tisch und bemerke, dass der Mülleimer voll ist.
Also lege ich die Reklame wieder auf den Tisch und beschließe, erst einmal den Papiermüll wegzufahren.
Doch dann denke ich mir, , wenn ich den Papiermüll wegfahre, kann ich auch gleich bei der Bank Geld abheben.
Ich schnappe meinen Geldbeutel und bemerke, dass meine Girokonto-Karte fehlt. Mir fällt ein, dass die Karte auf dem Schreibtisch im Büro liegt, also gehe ich zum Schreibtisch im Haus und sehe dort eine Tasse Kaffee herumstehen, die ich ja noch trinken wollte.
Ich schaue gleich nach meiner Bankkarte, aber erst muss ich noch den Kaffee wegstellen, damit ich ihn nicht aus Versehen umkippe.
Der Kaffee wird kalt, und ich beschließe, ihn in der Küche im Topf etwas aufzuwärmen.
Während ich mit dem Kaffee in die Küche laufe, fällt mir die Blumenvase auf dem Esstisch ins Auge – die Blumen brauchen Wasser.
Ich stelle den Kaffee auf den Esstisch und entdecke meine Brille, nach der ich den ganzen Morgen gesucht habe. Ich beschließe, die Brille lieber auf den Schreibtisch ins Büro zu legen, aber erst brauchen die Blumen frisches Wasser.
Ich lege dir Brille wieder auf den Esstisch, laufe mit der Vase zum Spülbecken und erblicke plötzlich die TV-Fernbedienung. Jemand hat sie auf dem Esstisch liegen lassen.
Mir wird klar, dass ich, wenn ich später fernsehen möchte, nach der Fernbedienung suchen werde, aber mich nicht daran erinnern werde, dass sie auf dem Esstisch liegt, also entscheide ich, sie wieder ins Wohnzimmer zu bringen, wo sie hingehört, doch zunächst werde ich den Blumen frisches Wasser geben.
Ich fülle frisches Wasser in die Vase, aber leider kleckere ich dabei etwas Wasser auf den Boden.
Also lege ich die Fernbedienung wieder auf den Esstisch, hole Handtücher und wische das Wasser auf.
Dann laufe ich wieder in den Flur und versuche mich zu erinnern, was ich eigentlich vorhatte. Am Ende des Tages: ist das Auto nicht gewaschen habe ich kein Geld abgehoben steht eine kalte Tasse Kaffee auf dem Esstisch haben die Blumen immer noch kein frisches Wasser, ist meine Bankkarte immer noch nicht in meinem Geldbeutel, kann ich die Fernbedienung nicht finden, suche ich wieder meine Brille und kann mich nicht erinnern, wo die Autoschlüssel hin sind. Als ich dann versuche, herauszufinden, warum ich heute nichts erledigt habe, bin ich erstaunt, denn ich weiß, dass ich heute den ganzen Tag lang verdammt beschäftigt war und jetzt völlig erschöpft bin.
Mir wird klar, dass das ein ernstes Problem ist, und ich versuche gleich, mir Hilfe zu holen, aber erst muss ich noch meine E-Mails checken…
Bitte tut mir einen Gefallen. Leitet diese Nachricht an alle weiter, die ihr kennt, denn ich kann mich nicht erinnern, an wen ich sie überhaupt geschickt habe.

Wer surft so spät durch Nacht und Netze?


Wer surft so spät durch Nacht und Netze?
es ist der User in wilder Hetze.
Er hat sein Windows fest im Arm, …
und auch der Router ist schon warm.
„Mein Windows, was birgst du so bang dein Gesicht?“
„Siehst du, oh User, das Virus dort nicht?
Den Trojanerkönig mit Makro und Wurm?“
„Mein Windows – es ist nur ein Datensturm.“
„Betriebssystem, komm, geh mit mir,
gar schöne Spiele spiel ich mit dir,
manch bunte Websites sind am Strand
und auf den Servern gibt’s viel Tand.“
„Mein User, mein User, und hörest du nicht,
was das Virus mir leise verspricht?“
„Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
es piepst nur der Router,, der wieder mal spinnt.“
„Willst, feines Windows, du mit mir geh’n? mein Makro soll dich kitzeln schön,
meine Routinen werden die Bytes dir recht schütteln,
und löschen und deine Dateien gut rütteln!“
„Mein User, mein User und siehst du nicht dort Trojaners EXE am düsteren Ort?“
„Mein Windows, mein Windows, ich seh’s genau, es glimmt doch mein alter Schirm nur so grau.“
„Ich lieb dich, mich reizt deine DLL; und willst du gleich booten, dann lösch ich dich schnell!“
„Mein User, die Platte läuft an! Trojaner hat mir ein Leid angetan.“
Dem Surfer grauset’s, er klickt geschwind, und in der Leitung das Bit gerinnt;
Er kappt die Verbindung mit Mühe und Not, jedoch zu spät – das Windows ist tot.